Unser sechster Hochzeitstag
Am Samstag hatten Peter und ich unseren sechsten Hochzeitstag. Ich wusste, dass ich nicht so viel erwarten darf, denn was kann man schon groß machen mit zwei kleinen Kindern? Außerdem war Peter ja bis Nachmittag eh mit seinen Kollegen in der Oberpfalz unterwegs. Ich hatte so das Bedürfnis mal chic essen zu gehen, da ich ja seit Dezember nur gelegen war und eigentlich nicht mehr raus kam. Ständig zu Hause oder im Krankenhaus. Mal etwas anderes sehen, essen oder einkaufen gehen, danach ist es mir im Moment manchmal. Doch das Besondere an unserem Hochzeitstag sah am Ende so aus, dass wir den Pizzalieferservice beanspruchten und uns zu dritt (Peter, Klara und ich) hungrig über unsere Pizzen und den Salat hermachten, während Johanna wenigstens während dem Essen ruhig in ihrer Wiege schlief. Anschließend fielen wir wie immer schon um 20 Uhr totmüde ins Bett. Zeit zu zweit? So ein Luxus besitzen wir im Moment leider nicht. Aber vielleicht an unserem siebten Hochzeitstag! Doch das wichtigste ist ja, dass wir uns immer noch lieben und stolz darauf sind, wie wir den gemeinsamen Weg bisher bestritten und alle Höhen und Tiefen bewältigt haben. Wir sind gespannt, was wir auf unserem weiteren Weg noch alles erleben werden.
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