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	<title>Blog von Julia Kern &#38; Peter Kern [nomagic.net]&#187; Johanna</title>
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	<description>Blog von Julia Kern &#38; Peter Kern [nomagic.net]</description>
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		<title>Ich kann euch auch schon etwas erzählen</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Jun 2010 05:46:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Kern</dc:creator>
				<category><![CDATA[Johanna]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch Johanna fängt jetzt an, ganz verschiedene Laute von sich zu geben und uns etwas zu erzählen, was wir leider noch nicht verstehen können. Oft auch zu einer Uhrzeit, zu der ich lieber schlafen möchte, aber ich freu mich so, dass es ihr jetzt besser zu gehen scheint. Sie lacht auch immer öfter, kann jetzt schon gezielter greifen und strampelt viel. Sie möchte jetzt schon beschäftigt werden, etwas sehen, bei uns am Esstisch mit dabei sein, aber kann sich auch ganz gut alleine im Laufstall mit ihren Spielsachen beschäftigen. Johanna ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch Johanna fängt jetzt an, ganz verschiedene Laute von sich zu geben und uns etwas zu erzählen, was wir leider noch nicht verstehen können.<span id="more-1321"></span> Oft auch zu einer Uhrzeit, zu der ich lieber schlafen möchte, aber ich freu mich so, dass es ihr jetzt besser zu gehen scheint. Sie lacht auch immer öfter, kann jetzt schon gezielter greifen und strampelt viel. Sie möchte jetzt schon beschäftigt werden, etwas sehen, bei uns am Esstisch mit dabei sein, aber kann sich auch ganz gut alleine im Laufstall mit ihren Spielsachen beschäftigen. Johanna trinkt fleißig ihre Milch und wiegt bereits 5,9 kg. Immer wieder wird mal ein Kleidungsstück zu klein und man merkt, dass sie wirklich wächst und gedeiht. Bis auf ihre Augen macht sie uns im Moment keine Sorgen. Sie schläft meistens durch und macht einen zufriedenen Eindruck. Für die motorische Entwicklung gehen wir noch wöchentlich zur Krankengymnastik. Wir müssen uns einfach immer wieder vor Augen halten, dass sie ein &#8220;Frühchen&#8221; ist und alles etwas langsamer geht, doch Johanna ist auf dem besten Weg.</p>
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		<title>Die Viren schlagen zurück</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 09:26:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Kern</dc:creator>
				<category><![CDATA[Daheim]]></category>
		<category><![CDATA[Johanna]]></category>
		<category><![CDATA[Klara]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem Julia, Klara und ich in dieser Saison schon mal einen Magen-Darm-Virus hatten, dachten wir die Viren wären erstmal besiegt. Doch weit gefehlt, die fiesen Viecher haben zurückgeschlagen. Hinterhältig und gemein in der Nacht von Montag auf Dienstag. Zuerst hat die Oma die ganze Nacht gebrochen und war am Dienstag krank im Bett. Dann hat Klara am Dienstag Durchfall bekommen und Johanna hat den ganzen Tag nicht richtig trinken wollen und wegen der Bauchschmerzen schrecklich geweint. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch hat Klara sich dann mehrmals übergeben und ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem Julia, Klara und ich in dieser Saison schon mal einen Magen-Darm-Virus hatten, dachten wir die Viren wären erstmal besiegt. Doch weit gefehlt, die fiesen Viecher haben zurückgeschlagen. Hinterhältig und gemein in der Nacht von Montag auf Dienstag. <span id="more-1238"></span>Zuerst hat die Oma die ganze Nacht gebrochen und war am Dienstag krank im Bett. Dann hat Klara am Dienstag Durchfall bekommen und Johanna hat den ganzen Tag nicht richtig trinken wollen und wegen der Bauchschmerzen schrecklich geweint. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch hat Klara sich dann mehrmals übergeben und Johanna hat Durchfall bekommen. Wieso passiert sowas eigentlich nie am Tag?</p>
<p>Naja, es war halt nunmal so. Julia und mir gings noch gut, bis auf den natürlichen Schlafmangel. Aber Johanna machte uns Sorgen. Sie wollte immer noch nicht richtig trinken und wie wir in diversen Kursen gelernt haben, kann ein hoher Flüssigkeitsverlust für so einen Wurm schonmal gefährlich werden. Nu denn, fahren wir halt ins Krankenhaus. Wenigstens waren die Straßen frei <img src='http://www.nomagic.net/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> .</p>
<p>Wir haben also um Mitternacht eine unserer sehr hilfsbereiten Nachbarinnen angerufen und sie gebeten auf Klara aufzupassen. Der Oma gings ja immer noch nicht gut und wir mussten ins Krankenhaus.</p>
<p>Das Ende vom Lied ist nun, dass Johanna und Julia wieder in der Kinderklinik sind und fleissig gegen den Magen-Darm-Virus kämpfen. Klara hat die Schlacht wohl heute gewonnen. Sie ist noch recht schlappt, aber sonst gehts ihr gut.</p>
<p>Wie wird das erst wenn sich die Eltern auchmal anstecken&#8230;da denken wir jetzt mal nicht dran.</p>
<p>Und wenn jemand von euch noch Zwieback, MCP-Tropfen, Cola oder Salzstangen braucht&#8230;wir hätten da noch was übrig <img src='http://www.nomagic.net/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
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		<title>Fotos von Johanna</title>
		<link>http://www.nomagic.net/blog/2010/02/fotos-von-johanna/</link>
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		<pubDate>Sun, 14 Feb 2010 10:17:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Kern</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Johanna]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenslänglich]]></category>
		<category><![CDATA[Geburt]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun gibt es endlich ein paar Fotos von Johanna&#8217;s ersten Tagen und Wochen. Seid uns bitte nicht böse, aber wir haben nun Fotos genommen auf denen Johanna einigermaßen fotogen ist. Und an manchen Tagen war sie das wirklich nicht.

Johanna unter der UV-Lampe
Johanna unter der UV-Lampe und Mama passt auf
Totale Überwachung
Endlich darf Johanna mal aus dem Brutkasten raus
Wem sieht Johanna nun ähnlich  
Johanna auf Mamas Arm
Die Damenhände im Vergleich
Johannas Händer werden auch noch größer
Johanna&#39;s Hand
Johanna
Johanna&#39;s Hand
Johanna&#39;s Hand
Meine Mädels
Klara begutachtet ihre Schwester
Klara im MaxCosi
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun gibt es endlich ein paar Fotos von Johanna&#8217;s ersten Tagen und Wochen. Seid uns bitte nicht böse, aber wir haben nun Fotos genommen auf denen Johanna einigermaßen fotogen ist. Und an manchen Tagen war sie das wirklich nicht.</p>
<p><span id="more-1232"></span></p>
<div id="attachment_1226" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-1226" title="Johanna unter der UV-Lampe" src="http://www.nomagic.net/blog/wp-content/upload/IMG_1109.JPG" alt="Johanna unter der UV-Lampe" width="640" height="480" /><p class="wp-caption-text">Johanna unter der UV-Lampe</p></div>
<div id="attachment_1225" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-1225" title="Johanna unter der UV-Lampe und Mama passt auf" src="http://www.nomagic.net/blog/wp-content/upload/IMG_1111.JPG" alt="Johanna unter der UV-Lampe und Mama passt auf" width="640" height="480" /><p class="wp-caption-text">Johanna unter der UV-Lampe und Mama passt auf</p></div>
<div id="attachment_1224" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-1224" title="Totale Überwachung" src="http://www.nomagic.net/blog/wp-content/upload/IMG_1127.JPG" alt="Totale Überwachung" width="640" height="480" /><p class="wp-caption-text">Totale Überwachung</p></div>
<div id="attachment_1223" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1223" title="Johanna auf Mamas Arm" src="http://www.nomagic.net/blog/wp-content/upload/IMG_1174.JPG" alt="Endlich darf Johanna mal aus dem Brutkasten raus" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">Endlich darf Johanna mal aus dem Brutkasten raus</p></div>
<div id="attachment_1222" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1222" title="Wem sieht Johanna nun ähnlich ;-)" src="http://www.nomagic.net/blog/wp-content/upload/IMG_1179.JPG" alt="Wem sieht Johanna nun ähnlich ;-)" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">Wem sieht Johanna nun ähnlich <img src='http://www.nomagic.net/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p></div>
<div id="attachment_1221" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-1221" title="Johanna auf Mamas Arm" src="http://www.nomagic.net/blog/wp-content/upload/IMG_1189.JPG" alt="Johanna auf Mamas Arm" width="640" height="480" /><p class="wp-caption-text">Johanna auf Mamas Arm</p></div>
<div id="attachment_1220" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-1220" title="Die Damenhände im Vergleich" src="http://www.nomagic.net/blog/wp-content/upload/IMG_1190.JPG" alt="Die Damenhände im Vergleich" width="640" height="480" /><p class="wp-caption-text">Die Damenhände im Vergleich</p></div>
<div id="attachment_1219" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-1219" title="Johannas Händer werden auch noch größer" src="http://www.nomagic.net/blog/wp-content/upload/IMG_1193.JPG" alt="Johannas Händer werden auch noch größer" width="640" height="480" /><p class="wp-caption-text">Johannas Händer werden auch noch größer</p></div>
<div id="attachment_1218" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-1218" title="Johanna's Hand" src="http://www.nomagic.net/blog/wp-content/upload/IMG_1198.JPG" alt="Johanna's Hand" width="640" height="480" /><p class="wp-caption-text">Johanna&#39;s Hand</p></div>
<div id="attachment_1217" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-1217" title="Johanna" src="http://www.nomagic.net/blog/wp-content/upload/IMG_1206.JPG" alt="Johanna" width="640" height="480" /><p class="wp-caption-text">Johanna</p></div>
<div id="attachment_1216" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-1216" title="Johanna's Hand" src="http://www.nomagic.net/blog/wp-content/upload/IMG_1209.JPG" alt="Johanna's Hand" width="640" height="480" /><p class="wp-caption-text">Johanna&#39;s Hand</p></div>
<div id="attachment_1215" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-1215" title="Johanna's Hand" src="http://www.nomagic.net/blog/wp-content/upload/IMG_1213.JPG" alt="Johanna's Hand" width="640" height="480" /><p class="wp-caption-text">Johanna&#39;s Hand</p></div>
<div id="attachment_1214" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-1214" title="Meine Mädels" src="http://www.nomagic.net/blog/wp-content/upload/IMG_1259.JPG" alt="Meine Mädels" width="640" height="480" /><p class="wp-caption-text">Meine Mädels</p></div>
<div id="attachment_1213" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-1213" title="Klara begutachtet ihre Schwester" src="http://www.nomagic.net/blog/wp-content/upload/IMG_1260.JPG" alt="Klara begutachtet ihre Schwester" width="640" height="480" /><p class="wp-caption-text">Klara begutachtet ihre Schwester</p></div>
<div id="attachment_1212" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-1212" title="Klara im MaxCosi" src="http://www.nomagic.net/blog/wp-content/upload/IMG_1262.JPG" alt="Klara im MaxCosi" width="640" height="480" /><p class="wp-caption-text">Klara im MaxCosi</p></div>
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		<title>Teil III: Meine ersten Tage als Erdenbürgerin – Auszug aus Johannas Tagebuch</title>
		<link>http://www.nomagic.net/blog/2010/02/teil-iii-meine-ersten-tage-als-erdenburgerin-%e2%80%93-auszug-aus-johannas-tagebuch/</link>
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		<pubDate>Sun, 14 Feb 2010 09:38:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Kern</dc:creator>
				<category><![CDATA[Daheim]]></category>
		<category><![CDATA[Johanna]]></category>
		<category><![CDATA[Geburt]]></category>

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		<description><![CDATA[Sonntag, den 07.02.2010:
Auch heute hatte ich den ganzen Tag viel Hunger und habe es genossen, dass Mama zu jeder Mahlzeit mit ihrer Brust da war. Sie wurde heute sogar zweimal von den Schwestern angerufen, da ich schon eher als geplant Hunger hatte. Ich habe einfach so viel zum Nachholen! Zum Glück wohnt Mama hier immer noch auf dem Klinikgelände, so dass sie in 5 Minuten bei mir sein kann. Doch sie würde viel lieber zu Hause wohnen, gerade jetzt, wo Peter und Klara krank zu Hause liegen und sie ihnen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sonntag, den 07.02.2010:</strong></p>
<p>Auch heute hatte ich den ganzen Tag viel Hunger und habe es genossen, dass Mama zu jeder Mahlzeit mit ihrer Brust da war. Sie wurde heute sogar zweimal von den Schwestern angerufen, da ich schon eher als geplant Hunger hatte. Ich habe einfach so viel zum Nachholen! Zum Glück wohnt Mama hier immer noch auf dem Klinikgelände, so dass sie in 5 Minuten bei mir sein kann. Doch sie würde viel lieber zu Hause wohnen, gerade jetzt, wo Peter und Klara krank zu Hause liegen und sie ihnen nicht helfen kann. Aber jetzt ist es ja nicht mehr lange, bald können wir endlich die Intensivstation P1 verlassen. Wahrscheinlich nächstes Wochenende, wenn nichts mehr dazwischen kommt. Mama freut sich auch schon!<span id="more-1209"></span></p>
<p>Heute früh habe ich, nachdem mich Mama frisch angezogen hatte, alles wieder voll gepieselt. Mama ist einfach nicht mehr so geübt J. Mittags kam ich dann in den Schlafsack, um auszuprobieren, ob ich meine Wärme halten kann. Noch ist mein Bettchen beheizt, aber man versucht jeden Tag die Temperatur zu reduzieren, denn zu Hause schlafe ich ja auch im Schlafsack in einem unbeheizten Bett. Ansonsten gibt es nicht viel Neues. Ich trinke viel und schlafe eigentlich den ganzen Tag. Wenn ich morgen gewogen werde, habe ich bestimmt wieder zugenommen.</p>
<p><strong> Montag, den 08.02.2010:</strong></p>
<p>Heute war Mama wieder um 6.15 Uhr bei mir und Schwester Elke sagte ihr gleich, dass sie mich heute zum ersten Mal alleine baden darf. Ich liebe es zu baden, da kann ich mich immer richtig entspannen. Mama hat es wirklich gut gemacht, auch wenn sie ziemlich aufgeregt war. Vor dem Baden wurde ich nackt gewogen und stellt euch vor, heute habe ich endlich mein Geburtsgewicht überschritten und wiege genau 2200g. Mama war richtig stolz auf mich und glücklich, weil jedes Gramm mehr auf der Waage ein Schritt auf die Entlassung zu ist. Nach dem Baden war ich leider so müde, dass ich nur noch wenig Kraft zum Trinken hatte, aber da Mama ja immer in der Nähe ist, ist das kein Problem, wenn ich nach 2 Stunden schon wieder Hunger habe. Während des Vormittags bekam ich wieder Krankengymnastik und außerdem bekam Mama eine Einweisung in den Überwachungsmonitor, den wir mit nach Hause bekommen. Die nächsten 24 Stunden bin ich jetzt an zwei Monitoren parallel angeschlossen, damit alle sicher gehen können, dass das Gerät für zu Hause gut funktioniert. Das Gerät ähnelt dem, das Klara hatte. Bei der Visite erfuhr ich, dass meine Entlassung für Freitag geplant ist. Aber bevor ich entlassen werden kann, müssen Mama und Papa ein Reanimationstraining mitmachen, damit sie Bescheid wissen, was sie tun sollen, wenn ich das Atmen vergesse. Dieses Training können Mama und Papa am Freitag machen. Nur noch vier Mal schlafen und dann darf ich nach Hause. Ich kann es noch gar nicht glauben. Soweit geht es mir gut, ich traue mir zu, nach Hause zu gehen, nur kann ich meine Körpertemperatur noch nicht halten, aber das wird bis Freitag bestimmt besser. Mama hat mich heute alle drei Stunden wickeln und stillen müssen.  Zwischendrin hat sie versucht, sich ein bisschen hinzulegen und Abschiedsgeschenke für die Schwestern zu kaufen. Am Abend habe ich Mamas Pullover in hohem Bogen voll gekackt, so dass sie sich umziehen musste. Klara und Peter waren uns schon so lange nicht mehr besuchen, aber sie liegen zu Hause immer noch mit Magen-Darm-Grippe flach. Doch bald sehen wir uns alle vier, Mama und ich können es gar nicht mehr erwarten.</p>
<p><strong> Dienstag, den 09.02.2010:</strong></p>
<p>Heute gibt es nicht so viel von mir zu berichten. Ich habe eigentlich den ganzen Tag nur gegessen und geschlafen. Mama war alle 3-4 Stunden bei mir, um mich zu stillen, von 6.15 Uhr bis 23.30 Uhr. Zwischendurch haben wir auch gekuschelt und ich genieße es, Mama noch ganz für mich zu haben. Sie erzählt mir viel von Papa und Klara und dass sie schon ein bisschen Angst hat, wie es zu Hause wird. Dort werden wir nicht so viel Ruhe beim Stillen haben und Klara muss mich erst mal kennenlernen und verstehen, dass ich noch viel Fürsorge und Zeit benötige. Aber Papa hat sich die nächsten beiden Wochen Urlaub genommen, damit wir als Familie zusammenwachsen können und sich hoffentlich alles ein bisschen einspielt. Eine Neuigkeit gibt es doch noch. Heute früh war die Krankengymnastin da und hat schon mit der Abschlussuntersuchung begonnen, denn nur noch dreimal schlafen und es geht nach Hause. Soweit bin ich eigentlich recht fit, aber sie würde trotzdem empfehlen, zu Hause regelmäßig Krankengymnastik zu machen. Morgen früh werde ich wieder gewogen und Mama hofft so, dass ich wieder zugenommen habe. Aber bei Mamas Milch bestimmt! Klara ist ja auch in wenigen Wochen von Mamas Milch rund geworden J. Trotz Wärmebettchen habe ich etwas Probleme meine Temperatur zu halten. Die Schwestern und Mama haben mir jetzt dicke Socken und einen zweiten Pullover angezogen, damit ich wirklich am Freitag nach Hause darf. Hoffentlich können sie bald das Wärmebettchen ausschalten, denn sonst müssen wir noch länger bleiben.</p>
<p><strong> Mittwoch, den 10.02.2010:</strong></p>
<p>Als Mama heute um 6.15 Uhr zu mir kam, habe ich noch richtig fest geschlafen. So haben wir gemeinsam bis 7.30 Uhr gekuschelt. Als ich endlich wach wurde, durfte mich Mama wieder ganz alleine baden. Sie fühlt sich jetzt schon ziemlich sicher im Umgang mit mir und möchte so schnell wie möglich nach Hause. Nur noch zweimal schlafen und dann holt uns Papa ab. Ich kann es kaum erwarten und Mama auch nicht. Wir haben jetzt schon 11 Tage lang Klara und Papa nicht mehr gesehen. Papa hat viel um die Ohren und Mama fühlt sich etwas überflüssig und einsam. Es wird wirklich Zeit, dass Mama und Papa wieder mal ein bisschen Zeit für sich haben.</p>
<p>Mir geht es wirklich schon richtig gut. Außer das mit der Temperatur klappt noch nicht so. Als mich Mama heute früh ausgezogen hat, hatte ich zwei Hosen, zwei Pullis und Socken im Schlafsack an, weil meine Körpertemperatur heute Nacht so gesunken ist, obwohl ich noch im Wärmebettchen liege. Das muss unbedingt noch besser werden, sonst dürfen wir nicht nach Hause. Aber kein Wunder, ich bin sehr lang, habe viel Oberfläche, aber kaum Gewicht. Der Speck, der wärmt, fehlt einfach. Aber ich habe heute mein Bestes gegeben und ganz viel von Mama getrunken. Immer zwischen 60 und 80ml. Und vor dem Baden wurde ich nackt gewogen. In den letzten beiden Tagen habe ich 70g zugenommen. Die Ärzte und Schwestern sind begeistert. Sie meinen ich bin ein Vorzeigebaby. Ich bin auch ziemlich brav, da ich viel schlafe und kaum schreie, nur wenn ich Hunger habe, muss ich mich melden. Mama ist so froh, dass das mit dem Stillen so gut klappt und mein Zustand immer stabiler wird. Sie leidet nur schon an chronischem Schlafmangel, weil sie stets abrufbar sein muss und doch einen relativ langen Fußweg zu mir hat. Aber bald ist das auch vorbei, dann schlafe ich im Beistellbett ganz nah bei ihr. Heute hatte ich viel Besuch. Am Vormittag war die Krankengymnastin da, aber sie hat aufgegeben, da ich so müde war. Es war einfach nicht meine Zeit, als sie da war. Ich habe im Moment einen ganz komischen Rhythmus, ganz anders als die anderen Kinder. Weil ich so viel auf einmal trinken kann, halte ich länger durch. Am Nachmittag kam dann der Augenarzt. Davor wurden meine Pupillen dreimal weitgetropft. Das war nicht so angenehm, aber Mama hielt mich auf dem Arm und hat mich getröstet. Soweit ist alles in Ordnung, nur auf dem einen Augen noch Blutgerinnsel, die beobachtet werden müssen. Krankengymnastik soll ich zu Hause weiterhin in Anspruch nehmen, dass meine Muskeln gestärkt werden.</p>
<p><strong> Donnerstag, den 11.02.2010:</strong></p>
<p>Heute wurde ich genau 3 Wochen alt und es wird wirklich Zeit, dass Mama und ich nach Hause kommen, denn es geht mir gut und Mama und ich sind ein gutes Team. Ich habe heute zu jeder Mahlzeit 70-85ml von Mamas Brust getrunken, obwohl ich nur 60ml trinken müsste. Aber ich will morgen bei der Abschlussuntersuchung allen Schwestern und Ärzten zeigen, dass ich schon 2300g wiege und gut mitgearbeitet habe. In der Früh wurde Mama schon um 5.45 Uhr von Schwester Ramona angerufen, weil ich Hunger hatte. Sie stand gerade unter der Dusche und geriet ein bisschen in Stress, aber sie kam so schnell sie konnte. Am Vormittag wollte die Physiotherapeutin mit mir arbeiten, aber ich war wieder zu erschöpft vom Trinken, mein Magen war einfach zu voll. Doch alle Schwestern loben mich, dass ich ein Vorzeigebaby bin. Sie nennen mich „Püppchen“ und sind begeistert, wie brav ich bin. Mama hofft nur, dass das zu Hause auch so bleibt und ich nicht so oft schreie. Mal schauen, wie es mir zu Hause gefällt! Leider habe ich oft Schluckauf und Bauchweh, vielleicht schlage ich meinen Bauch manchmal doch ein bisschen zu voll! Am Nachmittag wurde ich gegen den RS-Virus geimpft, der auf der Intensivstation aufgetreten ist. Alle Kinder dort wurden geimpft. Das hat mich gar nicht wirklich interessiert, ich habe einfach weitergeschlafen. Hoffentlich vertrage ich die Impfung gut und es treten keine Nebenwirkungen auf, damit ich morgen nach Hause kann. Am Abend wurde dann mein Wärmebettchen ausgeschaltet. Jetzt muss ich, wie zu Hause auch, meine Körpertemperatur selbst regulieren. Ich schaff das schon, schließlich habe ich zwei Pullis und Hosen und Socken an. Mama hat sich heute nochmals ganz viel Zeit für mich genommen und mit mir gekuschelt. Schließlich hat sie zu Hause nicht mehr so viel Ruhe und will auch viel Zeit mit Klara verbringen, die jetzt so lange auf Mama verzichten musste. Am Abend war ich aber schon so aufgeregt, dass mich Mama alle 1,5 Stunden stillen musste. Kaum war sie in ihrem Zimmer haben die Schwestern sie wieder angerufen. Ich bin einfach so durcheinander, weil es morgen nach Hause geht.Nur noch einmal schlafen und dann holt uns Papa ab. Mama und ich können es nicht mehr erwarten. Aber jetzt schaffen wir es auch noch.</p>
<p><strong> Freitag, den 12.02.2010:</strong></p>
<p>Heute ist der große Tag der Entlassung. Mama konnte vor lauter Aufregung kaum schlafen, gepackt hatte sie ja schon vor zwei Tagen. Aber mir ging es ähnlich. Ich hatte schon um 5 Uhr Hunger, so dass Mama von den Schwestern aus ihrem Bett geklingelt wurde. Doch bevor es etwas zu essen gab, durfte mich Mama alleine baden und wiegen, denn schließlich muss ich wohlriechend nach Hause kommen. Ja, und wie sich Mama es erhofft hat, habe ich heute mehr als 2300g gewogen, nämlich genau 2320g. Lang war ich weiterhin 47 cm und mein Kopfumfang beträgt 33cm. Beim Baden war ich ziemlich entspannt, denn Mama hat das wirklich gut gemacht. Anschließend war ich so hungrig, dass ich gleich mal 85ml getrunken. Als die Physiotherapeutin gegen 10 Uhr mit mir arbeiten wollte, war ich immer noch platt. Aber Mama konnte ihre vielen Fragen loswerden und fühlt sich jetzt richtig sicher, nach Hause zu gehen. Papa kam dann gegen 12 Uhr, obwohl er schon eher kommen wollte, aber Klara war zu Hause so anhänglich, dass er sie erstmal beruhigen musste. Sie spürt bestimmt, dass wir heute nach Hause kommen und ist schon ganz aufgeregt. Vielleicht hat sie bereits jetzt Angst, dass Mama und Papa nicht mehr so viel Zeit für sie haben, obwohl sie mich noch nicht einmal kennen gelernt hat. Hoffentlich kann ich ihr diese Angst nehmen. Nach dem Mittagessen, haben Mama und Papa schnell Mamas Zimmer im Wohnheim geräumt und dann hatten die beiden eine Reanimationseinweisung, damit sie wissen, wie sie reagieren müssen, wenn mein Überwachungsmonitor Alarm schlägt und ich z.B. nicht mehr atme. Daran schloss sich noch das Abschlussgespräch an und dann durften wir – eingepackt im Maxi Cosi – das Fürther Klinikum verlassen. Wie lange hatte sich Mama auf diesen Moment gefreut? Gegen 16 Uhr kamen wir dann in Roßtal an. Endlich sollte der Augenblick kommen, wo wir vereint als Familie aufeinander treffen. Papa, Mama, Klara und ich. Oma Marliese war auch da, um auf Klara aufzupassen, während Papa mich und Mama aus dem Krankenhaus abholte. Ich hatte mich schon so auf Klara gefreut, doch die Eifersucht auf mich ist leider groß. Hoffentlich wird es sich bald geben. Ich freu mich auf jeden Fall, zu Hause zu sein, auch wenn es hier viel lauter ist als auf der P1 und ich weniger zur Ruhe komme. Aber endlich konnte ich Klara kennenlernen und habe Papa wieder an meiner Seite. Die nächsten Tage werden bestimmt spannend werden, vor allem, weil Mama und Papa jetzt schon am Ende ihrer Kräfte und total übernächtigt sind. Zum Glück haben sie Unterstützung von Oma noch.</p>
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		<title>Teil II: Meine ersten Tage als Erdenbürgerin – Auszug aus Johannas Tagebuch</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Feb 2010 20:45:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Kern</dc:creator>
				<category><![CDATA[Johanna]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenslänglich]]></category>
		<category><![CDATA[Geburt]]></category>
		<category><![CDATA[Tagebuch]]></category>

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		<description><![CDATA[Sonntag, den 31.01.2010:
Heute Vormittag konnten Mama und Papa mich wieder gemeinsam besuchen, während Klaras Pate Alex auf meine große Schwester Klara aufgepasst hat. Papa hat mich wieder gewickelt und anschließend wollte mich Mama stillen, aber heute war ich den ganzen Tag ziemlich schlapp und schläfrig. So hatte ich keine Kraft aus Mamas Brust die gute Milch zu saugen und bekam sie so eben durch die Flasche. Papa hat versucht, mir die Flasche zu geben, aber auch das Schlucken fiel mir schwer, viel Milch ist daneben gelaufen, auch die Schwester hatte ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sonntag, den 31.01.2010:</strong></p>
<p>Heute Vormittag konnten Mama und Papa mich wieder gemeinsam besuchen, während Klaras Pate Alex auf meine große Schwester Klara aufgepasst hat. Papa hat mich wieder gewickelt und anschließend wollte mich Mama stillen, aber heute war ich den ganzen Tag ziemlich schlapp und schläfrig. So hatte ich keine Kraft aus Mamas Brust die gute Milch zu saugen und bekam sie so eben durch die Flasche.<span id="more-1205"></span> Papa hat versucht, mir die Flasche zu geben, aber auch das Schlucken fiel mir schwer, viel Milch ist daneben gelaufen, auch die Schwester hatte nicht viel mehr Erfolg. Dafür durfte mich Mama dann am Nachmittag stillen und da habe ich 35ml aus ihrer Brust getrunken. Am späten Abend ebenfalls. Doch jede Mahlzeit würde ich niemals schaffen, aus ihrer Brust zu saugen, denn ich habe einfach noch keine Muskeln in den Backen und verbrauche dadurch auch viel zu viele Kalorien. Heute wurde ich wieder gewogen. Ich wiege schon wieder weniger als vor 2 Tagen. So wird es irgendwie nichts mit dem zunehmen und dem nach Hause kommen, obwohl ich mich so anstrenge. Ich schaue heute auch wieder recht gelb aus. Hoffentlich ist mein Bily-Wert nicht schon wieder gestiegen.</p>
<p><strong> Montag, den 01.02.2010:</strong></p>
<p>Als Mama heute Morgen auf die Intensivstation kam, war sie ziemlich geknickt, denn ich lag wieder mit einer coolen Augenklappe (die diesmal nicht durch Fürther Kleeblätter, sondern durch Herzen aufgeklebt war) unter der UV-Lampe. Die Gelbsucht hat mich nämlich zum zweiten Mal erwischt. Doch Mama hatte das ja gestern schon befürchtet. Außerdem habe ich schon wieder eine Magensonde in der Nase, weil ich nachts keine Kraft zum Trinken hatte. Nicht mal zum Schlucken war ich fähig. Aber die gute Nachricht ist, dass mich Mama trotz Magensonde stillen darf, aber wieder nur jede 2.-3. Mahlzeit, da ich sonst zu schlapp werde. Mama wollte heute auch bei der Visite dabei sein. Die Ärzte waren trotz dem Rückschritt heute recht zuversichtlich, was meinen Gesundheitszustand anbelangt. Schon um Mitternacht wollen sie die UV-Lampe wieder entfernen und morgen erneut den Gelbsuchtwert per Blutuntersuchung abnehmen. Die Magensonde bleibt erst mal liegen, da ich doch hin und wieder keine Kraft zum Trinken habe und eigentlich schleunigst zunehmen müsste. Mama konnte es nicht lassen, heute zu fragen, wann sie mich mit nach Hause nehmen darf. Die Ärztin Frau Dr. Neustädter meinte, wenn ich 2300g wiege und selbstständig essen und meine Temperatur halten kann. Das spornte mich an, am Vormittag an Mamas Brust 50ml zu trinken. Die Schwestern konnten es gar nicht glauben. Oder hatte mich die Physiotherapeutin so müde gemacht? Ihre Atem- und Entspannungsübungen haben mir richtig gut getan. Am Nachmittag hatte ich dann die U2 und am Mittwoch kommt der Augenarzt zu mir.</p>
<p>Am Nachmittag wollte mich Mama eigentlich besuchen, um mich zu wickeln und mir die Flasche zu geben. Doch sie kam nicht. Am Abend wusste ich dann, warum. Mama quälte sich zum Abendessen auf die P1, obwohl sie Schüttelfrost und Magenkrämpfe hatte. Nach dem Abendessen ging es ihr so schlecht, dass sie sich auf der P1 im Elternzimmer aufs Sofa gelegt hat. Sie schaffte es nicht, zu mir zu kommen, um mich zu stillen, obwohl sie sich schon so darauf gefreut hatte. Ihr ging es immer schlechter. Sie hatte Schüttelfrost, ihr war speiübel und schwindelig und sie hatte schon drei Mal Durchfall, bevor sie sich an die Schwestern und Ärzte der P1 wendete. Sie rief auch Papa gleich an, der auch kam und sie mit dem Rollstuhl in die Notaufnahme brachte. Mama hätte es nicht zum Auto geschafft. Sie hat auch Fieber bekommen und konnte sich kaum im Rollstuhl halten. In der Notaufnahme hat sie dann das Mittag- und Abendessen erbrochen und bekam gleich Infusionen. Die Ärzte haben gemeint, dass sie hier bleiben muss, weil ein Verdacht auf Noro- oder Rotaviren besteht. Sie muss gegen das Erbrechen und den Durchfall behandelt werden und muss vor allem den Kontakt zu anderen meiden. Nach 4 Stunden in der Notaufnahme (Mama hat gedacht, sie kommt dort um, weil die Schwestern so unfreundlich und alles so schmuddelig und veraltet war) kam Mama auf Station in Einzelzimmer, da sie ja ansteckend war. Das war ihr Glück, denn dort lagen wegen Überfüllung mindestens 8 Patienten auf dem Gang, wie vor 50 Jahren im schlechten Film. Doch Mama konnte nicht lange darüber nachdenken, es ging ihr einfach zu schlecht, sie hatte keine Kraft mehr. Doch mit Hilfe von Schmerzmitteln, Tropfen gegen die Übelkeit und Infusionen hat sie die Nacht irgendwie überstanden. Hier auf der Station wurde Mamas ganze Muttermilch von heute weggeschüttet und auch in den nächsten Tagen darf ich erst mal nichts von ihrer Milch trinken. Die Ansteckungsgefahr wäre zu gefährlich. Ich vermisse Mama schon jetzt und mache mir Sorgen um sie.</p>
<p><strong> Dienstag, den 02.02.2010:</strong></p>
<p>Heute war Papa in der Früh und am Abend kurz bei mir, weil er Mama im Krankenhaus besucht und ihr einige Sachen gebracht hat. Er musste sich mumifizieren, mit Kittel, Maske und Handschuhe und nicht zu nah an Mama herangehen. Mit küssen und umarmen war da gar nichts. Als er dann zu mir kam, hat er mich lieber nicht aus dem Bettchen genommen, um mich ja nicht anzustecken. Doch ich konnte ihm eine große Freude bereiten, denn seit heute wiege ich 2000g und ich hoffe, dass ich die auch halten kann. Da Mamas Milch von gestern ja weggeschüttet wurde und sie ihre Milch auch noch in den nächsten Tagen wegschütten muss, bekomme ich Mamas eingefrorene Muttermilch. Zum Glück hatte sie die ganze Zeit so viel Milch, dass die Gefriertruhe hier voll ist. Damit komme ich schon noch eine ganze Weile über die Runden und Mama kommt hoffentlich bald wieder auf die Beine. Heute geht es ihr schon ein Stück weit besser. Die Medikamente und Infusionen haben angeschlagen, doch Fieber hat sie noch und sie fühlt sich sehr schwach. Ihr Körper ist ausgelaugt. Bei mir haben sie aus Vorsorge gleich mal ein großes Blutbild gemacht. Alle hatten Angst, dass ich mich über Mama auch schon angesteckt habe, doch zum Glück war alles in Ordnung. Ich vermisse Mama, aber ich strenge mich trotzdem an, weiterhin gut zu trinken, damit sie sich über meine Fortschritte freuen kann. Seit heute habe ich auch keine UV-Lampe mehr. Doch die Magensonde brauche ich noch, denn alleine schaffe ich es noch nicht, meine Mahlzeiten aufzuessen.</p>
<p><strong> Mittwoch, den 03.02.2010:</strong></p>
<p>Heute gibt es nicht viel Neues. Ich habe viel geschlafen und Mama vermisst. Meine Mahlzeiten habe ich teilweise getrunken und teilweise mit der Sonde zugeführt bekommen. Ich muss ständig an Mama denken und hätte sie so gerne wieder an meiner Seite. Doch sie ist immer noch ansteckungsgefährdend und liegt im Krankenhaus. Sie verbringt den Tag mit Stricken, Schlafen und Fernseher schauen, in der Hoffnung, dass die Zeit schnell vergeht. Es tut ihr weh, alle 4 Stunden eine Stunde Milch abzupumpen und diese dann in den Ausguss zu schütten. Durch den Virus wird ihre Milch auch immer weniger. Doch sie gibt nicht auf und pumpt fleißig weiter. Wäre doch gelacht, wenn sie mich nicht mehr stillen könnte. Sie zerbricht sich darüber den Kopf, will aber gar nicht daran denken. Hoffentlich wird sie morgen entlassen und kommt mich dann gleich besuchen.</p>
<p><strong>Donnerstag, den 04.02.2010:</strong></p>
<p>Heute war mal wieder nicht so mein Tag, obwohl ich jetzt schon 2 Wochen alt bin. Ich war den ganzen Tag müde und schlapp und wollte nicht mehr als 20ml trinken. So habe ich mittags eine Infusion bekommen, denn mein Bauch war aufgebläht und es wäre nicht gut gewesen, wenn die Schwestern gegen meinen Willen mir Mamas Muttermilch über die Magensonde zugeführt hätten. Deshalb haben die Ärzte beschlossen, mir erneut eine Infusion zu legen. Antibiotika bekomme ich aber nicht, mein Blutbild ist zum Glück in Ordnung. Am Abend habe ich dann auch schon wieder besser getrunken (40ml). Außerdem wiege ich jetzt schon 2040g. Aber dafür ist Mama heute endlich wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden. Ihr geht es so weit gut, sie hat nur noch ein bisschen Magenkrämpfe und Kopfschmerzen. Sie war auch am Nachmittag auf der P1, um sich nach mir zu erkundigen, doch sie durfte nicht zu mir ins Zimmer. Sie muss weiterhin ihre abgepumpte Muttermilch abpumpen und sich von mir fernhalten, noch bis Samstag. Das ist nicht nur schwer für mich, dass ich hier so einsam liege und alle um mich herum Besuch bekommen, nur ich nicht, doch für Mama ist es auch eine entsetzlich schwere Situation. Sie darf mich nicht besuchen, muss ihre Muttermilch insgesamt 5 Tage wegschütten und darf auch nicht nach Hause fahren, weil sie da Klara anstecken könnte, die sie auch seit Sonntag nicht mehr gesehen hat. Aber Mama hat einen starken Willen. Sie schafft das schon und kann es wahrscheinlich kaum erwarten, mich am Samstag zu besuchen. Vielleicht bin ich ja gut drauf und sie darf mich auch gleich stillen. Mal abwarten.</p>
<p><strong>Freitag, den 05.02.2010:</strong></p>
<p>Mama darf heute immer noch nicht zu mir ins Zimmer, aber ich kann ihre Stimme auf dem Gang hören, wenn sie zum Essen kommt und um sich einen Stilltee zu kochen. Frau Dr. Neustätter hat sie heute Morgen aber trotzdem mit zu mir an den Inkubator genommen, doch ich habe geschlafen. Aber Mama war glücklich, mich mal wieder zu sehen und war froh, dass ich so entspannt in meinem Inkubator lag. Mir geht es heute ganz gut, ich habe meine Mahlzeiten immer per Flasche und Sonde getrunken. Wenn das so bleibt, bekomme ich morgen die Infusion auch wieder weg. Die Augenarztuntersuchung am Mittwoch war eigentlich unauffällig, nur durch den Druck auf die Augen durch die Beatmungsschläuche ist der Augendruck noch etwas verändert, so dass meine Augen nächsten Mittwoch nochmals kontrolliert werden müssen.</p>
<p>Als Mama am Abend kam, um sich nach mir zu erkundigen, hatte die Schwester positive Nachrichten parat. Ich habe nämlich seit Nachmittag keine Infusion und keine Magensonde mehr. Morgen soll ich vielleicht auch vom Inkubator in ein Wärmebettchen kommen. Mache ich nicht große Fortschritte? Ich kann es nämlich langsam auch nicht mehr erwarten, entlassen zu werden. Die Schwestern und Ärzte sind hier zwar alle sehr nett, aber ich will endlich bei Mama, Papa und Klara sein. Doch Klara und Papa sind seit heute krank. Papa hat auch die Magen-Darm-Grippe mit Fieber und Übelkeit. Er war sogar nicht in der Arbeit und dann muss es wirklich schlimm sein. So kommen die beiden Mama und mich gar nicht besuchen. Mama ist darüber sehr traurig, aber wir müssen positiv denken, wenigstens dürfen Mama und ich uns ab morgen wieder sehen und miteinander kuscheln. Ich kann immer nur wieder sagen, dass ich Mama schrecklich vermisse, aber nur noch einmal schlafen, dann streichelt sie mich wieder und kuschelt mit mir. Vielleicht darf ich auch an ihrer Brust trinken, wenn ich in der Nacht gut aus der Flasche getrunken habe.</p>
<p><strong>Samstag, den 06.02.2010:</strong></p>
<p>Heute ist ein großer Tag für mich, denn Mama darf mich endlich wieder besuchen und muss ihre Muttermilch nicht mehr wegschütten. Die frische Milch von Mama schmeckt halt doch besser als ihre eingefrorene Milch. Außerdem konnte ich sie heute wieder riechen, spüren und sehen. Mama konnte die ganze Nacht nicht schlafen, weil sie schon so aufgeregt war. Um 6 Uhr war sie bereits bei mir. Sie durfte der Schwester beim Waschen helfen und Mama hat nur so gestaunt, welche Überraschungen ich heute für sie parat hatte. Das Baden hat mir sehr gut gefallen, ich konnte mich so richtig entspannen. Außerdem ist nach dem Baden der Rest Nabelschnur abgefallen. Ich sehe jetzt schon wie ein „richtiges“ Baby aus, denn ich habe keine Schläuche mehr, nur noch die Elektroden zur Überwachung. Nach dem Baden wurde ich nackt gewogen und heute wiege ich schon 2135g (fast mein Geburtsgewicht). Mama kann es gar nicht glauben. Dann durfte ich endlich wieder an Mamas Brust trinken. Ich hatte mich so darauf gefreut, dass ich 60ml getrunken habe. So viel habe ich noch nie per Sonde oder Flasche getrunken. Hoffentlich verträgt das mein Bauch! Aber es war einfach so lecker und schön bei Mama. Anschließend bin ich gleich auf Mamas Bauch eingeschlafen und habe von zu Hause geträumt. Danach durfte mich Mama ins Wärmebettchen legen und nicht mehr in den Inkubator. Ich bin jetzt schon eine „Große“. Mal schauen, wann ich wieder aufwache und Hunger bekomme, aber jetzt bin ich erst mal so richtig zufrieden. Mama ist überglücklich, weil sie das Gefühl hat, bald mit mir entlassen zu werden. Doch sie darf nicht zu viel erwarten, denn schließlich hat sie schon öfters die Erfahrung machen müssen, dass es auch ab und zu wieder einen Schritt rückwärts geht. Aber heute genießt sie das Hochgefühl, denn schließlich ist es für sie schlimm genug, dass Papa und Klara zu Hause krank im Bett liegen und sie uns nicht besuchen können.</p>
<p>Auch mittags hat das Stillen wie geschmiert geklappt. Mama hat neben mir gestrickt bis ich aufgewacht bin und dann durfte sie mich wickeln. Da ich nach dem Fiebermessen in hohem Bogen nochmals Stuhlgang „geschossen“ habe, durfte sie mich anschließend nochmals komplett umziehen. Ich muss Mama doch gleich mal ein bisschen herausfordern. Mama hatte dann noch die Möglichkeit mit den Ärzten zu sprechen. Sie waren ganz begeistert von mir und haben gesagt, dass sie für Ende nächster Woche meine Entlassung planen, falls es weiterhin so bergauf geht. Das wäre echt spitze! Ich strenge mich auch wirklich an. Bei Mama habe ich dann wieder 60ml an der Brust getrunken. Mama hat zwei Neuigkeiten bezüglich der Babypflege gelernt. Wenn man die Haare gegen die Wuchsrichtung kämmt, dann fördert das das Haarwachstum (ist vielleicht auch ein Tipp für Männer mit schütterem Haar J). Außerdem kann man Babys, die Bauchweh haben, auch einfach eine heiße Kompresse in die Windel auf den Unterbauch legen, das hilft oft mehr als ein Kirschkernkissen. Nach dem Stillen war ich wieder völlig platt und bin gleich eingeschlafen.</p>
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		<title>Peter und Klara hat es auch erwischt</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Feb 2010 20:42:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Kern</dc:creator>
				<category><![CDATA[Johanna]]></category>
		<category><![CDATA[Klara]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Fürth, den 06.02.2010:
Peter und Klara können mich heute nicht besuchen kommen, denn beide sind krank. Peter hat auch die Magen-Darm-Grippe mit Fieber und Übelkeit. Er konnte gestern nicht mal auf die Arbeit gehen und da muss es dann echt schon schlimm sein, wenn er zu Hause bleibt. Jetzt habe ich Klara schon eine Woche nicht mehr gesehen und bin sehr traurig, dass ich sie dieses Wochenende nicht sehen kann. Außerdem wollte ich heute Nachmittag bis morgen früh mal nach Hause kommen, um einfach ein paar Stunden in vertrauter Umgebung bei ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fürth, den 06.02.2010:</p>
<p>Peter und Klara können mich heute nicht besuchen kommen, denn beide sind krank. Peter hat auch die Magen-Darm-Grippe mit Fieber und Übelkeit. Er konnte gestern nicht mal auf die Arbeit gehen und da muss es dann echt schon schlimm sein, wenn er zu Hause bleibt.<span id="more-1201"></span> Jetzt habe ich Klara schon eine Woche nicht mehr gesehen und bin sehr traurig, dass ich sie dieses Wochenende nicht sehen kann. Außerdem wollte ich heute Nachmittag bis morgen früh mal nach Hause kommen, um einfach ein paar Stunden in vertrauter Umgebung bei Peter und Klara zu sein. Das vermisse ich so schrecklich. Aber auch dieser Traum ist geplatzt. Mal schauen, was ich an diesem düsteren Samstag hier im Klinikum anstellen kann. Doch ab heute darf ich wieder zu Johanna und habe es heute Vormittag schon so richtig genossen. Aber meine Gedanken sind heute mehr bei Peter und Klara zu Hause, ich würde die beiden so gerne gesund pflegen. Gerade jetzt, wo sie mich brauchen, kann ich nicht für sie da sein, aber ich kann mich ja nicht zerteilen. Wann hat diese Trennungszeit endlich ein Ende? Lange halte ich das nicht mehr durch!</p>
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		<title>Das Leben im Schwesternwohnheim</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Feb 2010 20:39:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Kern</dc:creator>
				<category><![CDATA[Johanna]]></category>
		<category><![CDATA[Geburt]]></category>

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		<description><![CDATA[Fürth, den 01.02.2010:
Seit Donnerstag (28.01.2010) wohne ich hier im Schwesternwohnheim auf dem Gelände des Fürther Klinikums, um möglichst nah bei Johanna sein zu können. Anfangs hat es mich an meine Studentenzeit zurück erinnert. Ich lebe hier im 3. Stock und habe ein Zimmer, das aus einem Bett, Schrank und Waschbecken besteht.
Küche mit Gasherd und Kühlschrank, Toiletten und Dusche sind auf dem Gang. Alles ist aus den 60ern und schon etwas schmuddelig. Doch Peter hat mir zum Glück meinen Laptop mitgebracht. Ich habe zwar kein Internet hier, aber ich kann jetzt ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fürth, den 01.02.2010:</p>
<p>Seit Donnerstag (28.01.2010) wohne ich hier im Schwesternwohnheim auf dem Gelände des Fürther Klinikums, um möglichst nah bei Johanna sein zu können. Anfangs hat es mich an meine Studentenzeit zurück erinnert. Ich lebe hier im 3. Stock und habe ein Zimmer, das aus einem Bett, Schrank und Waschbecken besteht.<span id="more-1196"></span></p>
<p>Küche mit Gasherd und Kühlschrank, Toiletten und Dusche sind auf dem Gang. Alles ist aus den 60ern und schon etwas schmuddelig. Doch Peter hat mir zum Glück meinen Laptop mitgebracht. Ich habe zwar kein Internet hier, aber ich kann jetzt beim  Milch Abpumpen (was ich täglich fast 6 Stunden) mache, DVD´s anschauen oder Hörspiele hören.</p>
<p>Ansonsten habe ich immer mal wieder Heimweh. Das kenne ich gar nicht von mir, denn oft leide ich ja auch an Fernweh, doch ich vermisse einfach Peter und Klara so schrecklich. Ich bekomme von beiden gar nichts mehr mit und kann nur immer am Wochenende kurz Zeit mit ihnen verbringen. Doch andererseits weiß ich auch, dass Johanna mich braucht und sie einfach noch eine ganze Weile hier bleiben wird.</p>
<p>Ich bin schon so ungeduldig und möchte sie am liebsten heute noch mit nach Hause nehmen, aber ich muss ihr die Zeit zugestehen, die sie noch braucht. Eigentlich bin ich ja total ausgelastet. Langweilig ist mir nicht, aber es geht mir trotzdem nicht so gut dabei. Mein Tag sieht folgendermaßen aus: von 2-3 Uhr und von 6-7 Uhr in meinem Bett Muttermilch abpumpen, anschließend duschen, dann auf die Intensivstation zum Frühstücken gehen, Visite abwarten, von 10-12 Uhr Johanna versorgen (wickeln, stillen, kuscheln), abpumpen und zu Mittag essen.</p>
<p>Ab 12.30 Uhr bin ich dann wieder auf meinem Zimmer. Von 14-15 Uhr Johanna versorgen, d.h. wickeln, ihr die Flasche geben und kuscheln. Anschließend ziehe ich mich wieder auf mein Zimmer zurück, um abzupumpen, ab 17.30 Uhr bin ich dann wieder auf der Intensivstation, um zu Abend zu essen und Johanna zu versorgen und zu stillen und mit ihr zu kuscheln. Ab 20 Uhr bin ich erneut auf meinem Zimmer um abzupumpen, von 22-23 Uhr versorge ich wieder Johanna auf der Intensivstation und lege mich nach dem Abpumpen ca. um Mitternacht schlafen und schlafe bis 6 Uhr, mit einer Stunde Abpumpen dazwischen.</p>
<p>So habe ich eigentlich auch nicht die Chance, mal in die Stadt zu gehen, weil ich immer nur so kurze Pausen zwischen Johannas Versorgungszeiten habe, obwohl ich die Möglichkeit hätte, schnell mal mit der U-Bahn irgendwo hinzufahren. Was ich sonst noch so mache? Wenn ich zwischendurch ein bisschen Zeit habe, erliege ich immer noch dem Strickwahn. Die Decke für Johanna, die ich bereits zu Hause angefangen habe, ist erst zur Hälfte fertig. Manchmal bin ich so müde, dass mir schon die Stricknadeln aus den Händen fallen. Da macht man sich dann schon seine Gedanken! Ansonsten denke ich viel an Klara und Peter.</p>
<p>Mein Gemütszustand ist manchmal zusätzlich abhängig davon, welche Fort- oder Rückschritte Johanna macht. Naja, ich werde hier schon irgendwie durchhalten. Zu Hause wird es auch nicht einfacher werden, aber ich bin zumindest wieder in meiner vertrauten Umgebung bei Peter und Klara.</p>
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		<title>Neuigkeiten aus dem Fürther Klinikum</title>
		<link>http://www.nomagic.net/blog/2010/02/neuigkeiten-aus-dem-further-klinikum/</link>
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		<pubDate>Sat, 06 Feb 2010 09:43:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Kern</dc:creator>
				<category><![CDATA[Johanna]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenslänglich]]></category>
		<category><![CDATA[Geburt]]></category>

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		<description><![CDATA[Fürth, den 30.01.2009:
Johanna liegt zwar immer noch auf der Säuglingsintensivstation P1 im Klinikum Fürth, aber ihr geht es schon viel besser. Heute ist sie 9 Tage alt und hat riesengroße Fortschritte gemacht. Sie braucht keine externe Sauerstoffversorgung, keine Infusion und keine Magensonde mehr.
Ihre Körpertemperatur kann sie noch nicht halten, so dass sie noch im Inkubator liegt, aber heute durfte ich sie zum ersten Mal außerhalb des Inkubators wickeln und stillen. Das Stillen hat gut geklappt, aber sie war so erschöpft, dass sie die nächsten Stunden gar nicht mehr trinken wollte, ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Fürth, den 30.01.2009:</strong></p>
<p>Johanna liegt zwar immer noch auf der Säuglingsintensivstation P1 im Klinikum Fürth, aber ihr geht es schon viel besser. Heute ist sie 9 Tage alt und hat riesengroße Fortschritte gemacht. Sie braucht keine externe Sauerstoffversorgung, keine Infusion und keine Magensonde mehr.</p>
<p><span id="more-1191"></span>Ihre Körpertemperatur kann sie noch nicht halten, so dass sie noch im Inkubator liegt, aber heute durfte ich sie zum ersten Mal außerhalb des Inkubators wickeln und stillen. Das Stillen hat gut geklappt, aber sie war so erschöpft, dass sie die nächsten Stunden gar nicht mehr trinken wollte, auch nicht aus der Flasche. So darf ich nur jede dritte Mahlzeit stillen, da Johanna sonst noch mehr abnehmen würde. Sie wiegt immer noch unter 2000g und um nach Hause zu gehen, muss sie noch einiges zulegen. Doch wir hoffen, dass wir in 2 Wochen spätestens wieder bei Klara und Peter in Roßtal einziehen können.</p>
<p>Am meisten hat Johanna heute das Kuscheln mit Peter genossen. Peter hatte sie heute zum ersten Mal auf dem Arm und er musste einiges nachholen. Er hat sie auch gewickelt (man hat schon gemerkt, dass es seine zweite Tochter ist) und ihr die Flasche gegeben.</p>
<p>Letzten Donnerstag wurde ich von der Wochenstation entlassen und bin ins Schwesternwohnheim gezogen, um rund um die Uhr bei Johanna sein zu können. Peter und ich haben lange überlegt, wie wir es am besten machen, um für unsere beiden Töchter da zu sein. So haben wir uns eben aufgeteilt. Doch Klara vermisse ich schrecklich, Peter natürlich auch. Diese Trennung finde ich am schlimmsten an der momentanen Situation, vor allem, weil wir uns immer nur am Wochenende sehen können und mir Klara langsam fremd wird. Aber die Zeit hier ist auch irgendwann vorbei und dann müssen wir erst einmal als vierköpfige Familie zusammen wachsen.</p>
<p>Klara konnte ihre Schwester ja noch nicht einmal besuchen, wir wissen nicht genau, ob sie alles versteht, was zurzeit um sie herum geschieht. Doch wir sind überzeugt, dass sie sich über ihr Schwesterchen freut.</p>
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		<title>Meine ersten Tage als Erdenbürgerin – Auszug aus Johannas Tagebuch</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Feb 2010 09:40:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Kern</dc:creator>
				<category><![CDATA[Johanna]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenslänglich]]></category>
		<category><![CDATA[Geburt]]></category>
		<category><![CDATA[Tagebuch]]></category>

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		<description><![CDATA[Julia hat, stellvertretend für Johanna, Tagebuch geschrieben. Was sich so alles zwischen der Geburt und dem 30.01.2010 zugetragen hat, das lest ihr hier.
Donnerstag, den 21.01.2010:
Heute wurde ich um 23.09 Uhr im Fürther Klinikum als „Frühchen“ geboren. Ich wog 2175g und war bereits 47cm lang. Meine Eltern gaben mir den Namen Johanna, da er übersetzt „Gott ist gnädig“ heißt. Denn nach einer schwierigen Schwangerschaft kam ich trotzdem relativ gesund zur Welt. 
Doch mein Weg aus Mamas Bauch war gar nicht so einfach. Beide mussten wir ziemlich kämpfen. Nachdem Mama seit zwei ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Julia hat, stellvertretend für Johanna, Tagebuch geschrieben. Was sich so alles zwischen der Geburt und dem 30.01.2010 zugetragen hat, das lest ihr hier.</p>
<p><strong>Donnerstag, den 21.01.2010:</strong></p>
<p>Heute wurde ich um 23.09 Uhr im Fürther Klinikum als „Frühchen“ geboren. Ich wog 2175g und war bereits 47cm lang. Meine Eltern gaben mir den Namen Johanna, da er übersetzt „Gott ist gnädig“ heißt. Denn nach einer schwierigen Schwangerschaft kam ich trotzdem relativ gesund zur Welt. <span id="more-1189"></span></p>
<p>Doch mein Weg aus Mamas Bauch war gar nicht so einfach. Beide mussten wir ziemlich kämpfen. Nachdem Mama seit zwei Tagen Tabletten schlucken musste, ging es dann gegen 17 Uhr mit den Wehen los. Zum Glück kam Papa am gleichen Abend nach getaner Arbeit zu Besuch, so dass die beiden um 18 Uhr in den Kreißsaal kamen. Ich machte es meinen Eltern nicht so leicht. Mama hatte sehr heftige Wehen und Papa konnte es gar nicht mit anschauen.</p>
<p>So musste er zwischendurch immer mal wieder den Kreißsaal verlassen, um nicht umzukippen. Auch Mama erlitt einen Kreislaufkollaps, doch für die letzten Presswehen sammelte sie ihre letzten Kräfte. Eigentlich wollte ich, wenn ich schon so früh aus Mamas Bauch vertrieben wurde, mit Mama und Papa erst mal richtig kuscheln. Aber Mama und Papa durften mich nicht in den Arm nehmen, denn ein Team von Kinderärzten erwartete mich schon. Sofort wurde ich von Mamas Nabelschnur getrennt, ärztlich versorgt und auf die Intensivstation gebracht.</p>
<p>Mama und Papa waren glücklich und erleichtert, dass die Geburt geschafft war und sie auch meinen ersten Schrei gehört hatten. Endlich hatte das Bangen ein Ende, auch wenn sie noch nicht wussten, wie ich mich weiter entwickeln werde. Obwohl es Mama nicht gut ging, wollte sie mich unbedingt noch in derselben Nacht auf der Intensivstation besuchen, um zu erfahren, wie es mir wirklich geht und was die Ärzte bei ihren ersten Untersuchungen festgestellt haben. So hat Papa sie mit dem Rollstuhl vom Kreißsaal auf die Kinderstation gefahren und beide haben nur geweint, als sie mich an so vielen Schläuchen im Inkubator liegen sehen.</p>
<p>Sie durften mich nicht einmal streicheln, weil das bei mir Stress ausgelöst hätte. Alle drei haben wir die gegenseitige  Nähe vermisst. So viele komische piepsende Geräusche hier, überall Kabel und Schläuche an mir dran, im Kopf, in der Nase, im Mund, alles riecht nach Desinfektionsmittel. So viel Licht und fremde Menschen mit Mundschutz und Kittel. Ich fühle mich hier als angekettete Schaufensterauslage. Wann kann ich endlich wieder zurück in Mamas Bauch?</p>
<p><strong>Freitag, den 22.01.2010:</strong></p>
<p>Heute kommen mich Mama und Papa wieder mit dem Rollstuhl besuchen. Mama ist sehr mitgenommen von der Geburt. Sie ist zweimal in der Nacht auf der Toilette zusammen geklappt. Hoffentlich erholt sie sich bald. Mein Zustand hat sich leider verschlechtert. Aufgrund einer Infektion im Fruchtwasser, das zudem in die Lunge gelangte, und einer Lungenentzündung, benötige ich noch mehr externe Sauerstoffzufuhr durch die Schläuche in meiner Nase.</p>
<p>Nicht nur meinen Eltern bereite ich Sorgen, sondern auch den Ärzten. Sie hoffen, dass das Antibiotika bald anschlägt. Mama und Papa können nichts anderes machen als an meinem Bettchen stehen und weinen. Am Abend besuchte mich Mama schon alleine ohne Rollstuhl, wenn auch nur ganz kurz. Doch die Ärzte hatten wieder nichts Positives zu berichten. Das Atmen fällt mir zunehmend schwerer, ich bin einfach so geschwächt von der anstrengenden Geburt und meine Lunge ist noch nicht reif für das Leben draußen, obwohl Mama eine Lungenreifungsspritze für mich bekommen hat. Aber aufgrund der Infektion konnte diese nicht ihre volle Wirkung entfalten.</p>
<p><strong>Samstag, den 23.01.2010:</strong></p>
<p>Heute hat sich mein Zustand noch weiter verschlechtert. Die Ärzte sprechen schon von einem kritischen Zustand. Mama sitzt lange an meinem Bettchen und macht mir Mut. Sie feuert mich beim Atmen an und verspricht mir, dass sie immer in meiner Nähe bleibt, bis ich endlich mit ihr nach Hause zu Papa und meiner Schwester Klara darf.</p>
<p>Am Abend liest sie mir eine Gute-Nacht-Geschichte vor. Immer wieder erzählt sie mir, was sie gemacht hat und wie es Papa und Klara geht. Doch sie macht sich auch Vorwürfe, was sie in der Schwangerschaft falsch gemacht hat und muss viel weinen. Ich will nicht, dass sie traurig ist. Aber meine Kraft reicht einfach nicht aus, um selbstständig zu atmen und zu essen. Ich bin so schlapp. Doch über meine Magensonde erhalte ich ausschließlich Mamas Muttermilch, die mir sehr gut schmeckt und durch die ich bestimmt bald zu Kräften komme.</p>
<p>Papa hat mir heute zwei Kuscheltiere geschenkt, damit ich nicht so einsam in meinem Inkubator liege, wenn Mama nicht da ist. Die beiden Tierchen riechen nach Mama, da sie diese an ihrem Körper getragen hat, bevor sie in mein Bettchen kamen. Über die Schwestern und Ärzte kann ich mich hier nicht beklagen. Sie kümmern sich super um mich und machen auch mal einen Scherz. Das tut nicht nur mir, sondern auch meinen Eltern gut.</p>
<p><strong>Sonntag, den 24.01.2010:</strong></p>
<p>Heute bin ich 3 Tage alt. Das Atmen fällt mir schon leichter, aber dafür habe ich die Gelbsucht bekommen und muss unter eine blaue UV-Lampe. Doch das ist gar nicht schlimm, das haben ältere und größere Kinder auch oft. Unter der Lampe fühle ich mich wie im Solarium. Blöd ist nur, dass ich so eine coole Sonnenbrille tragen muss, damit die UV-Lampe nicht meinen Augen schadet.</p>
<p>Heute durfte mich Mama zum ersten Mal streicheln. Sie hat vorsichtig ihre Hand auf meinen Rücken gelegt und mir Kinderlieder vorgesungen. Langsam geht es aufwärts. Auch Papa war am Nachmittag zu Besuch. Er nutzt es aus, dass Wochenende ist, denn ab morgen liegt wieder eine lange Arbeitswoche vor ihm und er kann mich nicht besuchen kommen, weil er sich nach der Arbeit um meine Schwester Klara kümmern muss. Aber wenn ich mit Mama nach Hause komme, nimmt er sich Urlaub und wir haben erst mal viel Zeit zu viert als Familie. Diese Vorstellung spornt mich an und ich freue mich schon riesig darauf.</p>
<p><strong>Montag, den 25.01.2010:</strong></p>
<p>Heute können Mama und Papa erleichtert aufatmen. Die Ärzte bestätigen, dass ich „über dem Berg“ bin. Ich trinke jetzt pro Mahlzeit schon 14ml. Mama hat heute sehr viel Zeit bei mir verbracht. Sie hat zugeschaut, als ich von den Schwestern versorgt wurde. Mit Hilfe von zwei Einläufen funktioniert meine Verdauung auch endlich. Das Highlight des Tages war heute, dass ich am Abend eine Stunde bei Mama kuscheln durfte. Die Schläuche mussten zwar alle dran bleiben und die Maschinen haben sehr oft gepiepst. Aber es hat trotzdem gut getan, Haut an Haut, auf ihrem nackten Oberkörper unter vielen Fellen und Decken zu liegen. Das war an meinem vierten Lebenstag wirklich notwendig. Zudem habe ich es heute sogar geschafft, 4ml Muttermilch aus der Flasche zu trinken. Den Rest habe ich über die Magensonde erhalten. Ich weiß nicht, ob ich Mama oder Papa ähnlich schaue. Das kann man jetzt noch nicht sagen, aber ich habe dunkle Locken (eindeutig von Papa) und lange Finger und Zehen (von Mama). Leider habe ich weiter abgenommen und wiege nur noch 1950g.</p>
<p><strong>Dienstag, den 26.01.2010:</strong></p>
<p>Heute geht es mir wieder ein Stück besser, auch wenn ich weiterhin unter der UV-Lampe liegen muss und aufgrund der Augenklappe nichts von der Außenwelt sehen kann. Doch dafür brauche ich seit heute den „Elefantenrüssel“ zur Beatmung nicht mehr. Auch die Infusion konnten die Ärzte reduzieren.</p>
<p>Mittlerweile trinke ich schon 20ml pro Mahlzeit. Teilweise per Flasche, teilweise per Sonde. Auch heute durfte ich mit Mama wieder „känguruhn“. Papa vermisse ich sehr. Mama hat erzählt, dass er morgen vielleicht auf einen Sprung vorbei kommt, ansonsten erst am Wochenende. Am Abend wollten Mama und ich ein weiteres Mal kuscheln, doch da es Johannis – meinem Zimmergenossen – so schlecht ging und die ganze Zeit Ärzte in unserem Zimmer waren, musste das Kuscheln ausfallen.</p>
<p>Auch ich schaffe es am Abend doch nicht ohne „Elefantenrüssel“ und benötige wieder zusätzlichen Sauerstoff. Dafür hat mich Mama heute zum ersten Mal gewickelt und das unter erschwerten Bedingungen im Inkubator. Zudem hat sie mich frisiert, mir mein Gesicht gewaschen, eingecremt und mich gekämmt. Sie hat lange dafür gebraucht, aber sie hat es richtig gut gemacht.</p>
<p><strong>Mittwoch, den 27.01.2010:</strong></p>
<p>Heute hat mich Mama ohne große Erwartungen besucht, da sie Angst vor Enttäuschungen hatte. So langsam bekommt sie auch einen Krankenhauskoller und möchte nur noch mit mir nach Hause. Aber ich muss noch einiges lernen, bevor ich heim darf. Doch heute habe ich es wirklich den ganzen Tag ohne Elefantenrüssel geschafft. Die UV-Lampe werde ich noch weiterhin benötigen, denn der Gelbsuchtwert ist eher noch gestiegen.</p>
<p>Heute Vormittag durfte ich mit Mama wieder känguruhn, aber nur eine halbe Stunde, denn dann haben sich meine Werte wieder verschlechtert. Irgendwie war ich heute den ganzen Tag über ziemlich schlapp und am Abend hat sich meine Temperatur auch noch erhöht. Hoffentlich habe ich mir nicht schon wieder etwas Neues eingefangen.</p>
<p>Da Mama morgen von der Wochenstation entlassen wird, zeigt ihr eine P1-Schwester ihr Zimmer im Schwesternwohnheim. Mama nimmt wirklich einiges auf sich, um immer bei mir sein zu können. Ihr Zimmer ist aus den 60ern und besteht aus einem Sofa und einem Schrank. Die Schwester hat berichtet, dass die Mütter es dort nie lange ausgehalten haben. Das kann Mama sehr gut nachvollziehen, aber aus Liebe zu mir wird sie hoffentlich durchhalten, auch wenn es sehr schwer werden wird. Am Abend kam mich heute Papa endlich mal wieder besuchen. Er hatte sich schon so aufs Kuscheln gefreut, aber ich habe heute meinen ganzen Zeitplan durcheinander gebracht, so dass ich geschlafen habe, als er kam und das Kuscheln ins Wasser fallen musste.</p>
<p>So hat mir Papa ein bisschen beim Schlafen zugeschaut und Mama hat später mit mir gekuschelt. Ich liebe es, ihre warme Haut zu spüren, ihren Herzschlag und ihren Atem. Das beruhigt mich. Heute ist Mama beim Kuscheln öfters Mal eingenickt. Vom Abpumpen und mich besuchen und nicht schlafen können im 3-Bett-Zimmer mit zwei Babys ist sie völlig erschöpft und übermüdet. Heute habe ich zum ersten Mal meine Augen richtig geöffnet und Mama inspiziert.</p>
<p><strong>Donnerstag, den 28.01.2010:</strong></p>
<p>Heute werde ich eine Woche alt und ich habe in dieser Woche schon einiges gelernt und fühle mich viel kräftiger als vor einer Woche. Ich habe zwar weiterhin abgenommen, aber ich spüre neue Kräfte und werde bestimmt bald zunehmen.</p>
<p>In der Früh konnte Mama zum ersten Mal ganz ohne zusätzliche Sauerstoffzufuhr mit mir kuscheln. Da ich mal wieder meine Infusion am Arm kaputt gemacht habe, bekam ich heute eine neue in den Kopf. Das schaut ein bisschen schrecklich aus, aber es tut nicht mehr weh als am Arm oder Fuß. Als mich Mama am Nachmittag besuchte, lag ich plötzlich in einem anderen Zimmer. Nicht nur Mama ist heute umgezogen, von der Wochenstation ins Schwesternwohnheim, sondern auch ich, vom Intensivzimmer der „Kleinsten“ zu den „Größeren“. Denn es geht mir wieder ein ganzes Stück besser. Ich brauche keinen Sauerstoff mehr und trinke jetzt schon 30ml (Flasche und Sonde). Meine Magensonde wurde mir heute vom Mund in die Nase verlegt, da ich ja keine Beatmung mehr brauche und mir das Trinken aus der Flasche leichter fällt, wenn die Magensonde statt im Mund in der Nase steckt.</p>
<p>Außerdem besuchte mich heute Oma Marliese. Ich habe mich über ihren Besuch gefreut, aber ich konnte sie gar nicht anschauen, da ich immer noch meine coole Sonnenbrille trage. Zudem habe ich in meinem Inkubator geschlafen, als sie an meinem Bettchen saß. Mama pumpte währenddessen ihre Muttermilch ab, damit ich immer genug Vorrat habe. Da Mama so viel Milch hat, frieren die Schwester diese schon ein. Am Abend durfte ich wieder mit Mama eine gute Stunde kuscheln. Es hat so gut getan und auch ich würde jetzt schon gerne nach Hause gehen. Ich bin schon so gespannt auf meine große Schwester Klara. Aber ich muss endlich mal zunehmen. Heute habe ich zumindest mein Gewicht gehalten.</p>
<p><strong>Freitag, den 29.01.2010:</strong></p>
<p>Heute wird mein Papa 35 Jahre alt und ich kann ihm gar nicht gratulieren, weil er arbeiten muss. Dafür habe ich für ihn ganz viele tolle Neuigkeiten: Ich habe seit heute keine Infusion mehr und diese wird auch nicht mehr neu gestochen, wenn ich meinen Blutzucker in den nächsten Tagen konstant halten kann. Auch die UV-Lampe benötige ich nicht mehr.  Zudem habe ich heute zum ersten Mal zugenommen. Jetzt wiege ich 1980g. Weiterhin habe ich heute die Magensonde gar nicht mehr gebraucht. Ich trinke jetzt schon richtig gut aus der Flasche, meistens 30-40ml.</p>
<p>Am Abend hat Mama versucht, mich zum ersten Mal an ihre Brust anzulegen. Ich war ganz aufgeregt und hatte mich riesig gefreut, doch letztendlich war ich dann doch zu müde und wollte nichts mehr trinken, so dass die Schwester mir wieder ein Fläschchen gegeben hat. Mama war ziemlich frustriert und enttäuscht, dass es mit dem Stillen nicht geklappt hat. Doch ich bin mir sicher, dass Mama und ich das schon noch hinbekommen werden. Es kann nur einiges an Kraft und Zeit kosten. Mama ist einfach mal wieder zu ungeduldig. Heute früh waren auch die Physiotherapeuten zum ersten Mal bei mir. Ich habe es genossen, massiert zu werden und Entspannungsübungen durchzuführen. Die meiste Zeit habe ich dabei geschlafen. Doch diese Anwendung hat mir sehr geholfen, wieder entspannter atmen zu können. Die Physiotherapeuten kommen besuchen mich täglich von Montag bis Freitag.</p>
<p><strong>Samstag, den 30.01.2010:</strong></p>
<p>Heute war wirklich ein toller Tag, denn Papa hat mich heute zum ersten Mal auf den Arm genommen und mit mir ausgiebig gekuschelt. Zudem durfte ich heute zum ersten Mal außerhalb des Inkubators gewickelt werden und Mama hat wieder versucht, mich zu stillen. Es hat auch super funktioniert, ich habe jeweils am Morgen und am Abend 30ml getrunken, doch es war so anstrengend für mich, dass ich den ganzen Tag nur schlafen und mich erholen wollte.</p>
<p>Mama darf mich noch nicht zu jeder Mahlzeit stillen, sonst würde ich abnehmen, weil es mich so viel Kraft kostet. Doch jede dritte Mahlzeit ist Mama gefragt. Zu den anderen Mahlzeiten trinke ich meine 40ml von Mamas abgepumpter Muttermilch aus der Flasche. Das strengt mich weniger an. Papa hat mich dann am Nachmittag zum ersten Mal gewickelt und mir die Flasche gegeben. Endlich konnte ich mal mit Papa kuscheln. Auch Opa Leo und Oma Marliese waren mich heute besuchen. Sie finden mich süß und richtig winzig, aber sind auch froh, dass es mir so weit gut geht. Gespannt bin ich auch auf meine Schwester Klara, doch sie kann mich nicht besuchen, da sie Husten und Schnupfen hat. Aber wenn sie wieder gesund ist und ich ein bisschen mehr Kraft habe, freue ich mich schon darauf, mit ihr zu kuscheln. Morgen ist zum Glück Sonntag, immer noch Wochenende, so dass Papa mich wieder besuchen kommen kann, um mit mir zu kuscheln und mich zu pflegen.</p>
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		<title>Hallo Johanna!</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Jan 2010 20:16:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Kern</dc:creator>
				<category><![CDATA[Daheim]]></category>
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		<category><![CDATA[Johanna]]></category>
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		<description><![CDATA[Gestern Nacht um 23:09 Uhr hatte das Warten ein Ende und unsere zweite Tochter Johanna wurde geboren. Johanna ist 47 cm lang und 2175g schwer.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern Nacht um 23:09 Uhr hatte das Warten ein Ende und unsere zweite Tochter Johanna wurde geboren. Johanna ist 47 cm lang und 2175g schwer.</p>
<p>Auch bei Johanna musste die Geburt eingeleitet werden, da sich die Ärzte nicht sicher waren, ob die Kleine im Bauch noch gut versorgt ist. Doch diesesmal sollte es nur 2 Tage bis zur Geburt dauern. Dafür war dann die Geburt für Julia doch anstrengender als das erste Mal und dementsprechend schwach ist sie noch. Schwach, aber glücklich und wohlauf.<span id="more-1181"></span></p>
<p>Johanna wurde direkt nach der Geburt in einem Inkubator (&#8221;Brutkasten&#8221;) in die Kinderklinik gebracht, weil sie doch noch sehr klein ist. So weit wir im Moment wissen, ist sie gesund. Allerdings sind ihre Lungen noch nicht ganz gereift. Sie hat deswegen noch Schwierigkeiten bei der Atmung und ist auf zusätzlichen Sauerstoff, den sie über eine Atemmaske bekommt, angewiesen. Aber die Kleine hält sich tapfer und wir sind sicher, dass sich die Anpassungsschwierigkeiten bald legen werden. Sie braucht noch viel Ruhe damit sie zu Kräften kommt um bald so groß zu werden wie ihre Schwester Klara.</p>
<p>Wir sind nun über glücklich, dass Johanna auf der Welt ist. In einigen Wochen wird sie dann das Entlassungsgewicht erreicht haben und wir können sie mit nach Hause nehmen. Bis dahin wird Julia bei ihr in der Kinderklinik bleiben.</p>
<p>Wir bedanken uns bei euch allen für die tatkräftige Unterstützung während der letzten Zeit, für die vielen guten Wünsche und das Mitfiebern bis zur Geburt. Bis jetzt ist alles gut gegangen und wir hoffen, dass Johanna bald aus dem Brutkasten kommt und wir sie auch mal in die Arme schliessen dürfen.</p>
<p>Falls der ein oder die andere Johanna ein Geschenk zukommen lassen möchte, dann bitten wir euch Gutscheine für eine Drogerie (bevorzugt dm), Amazon, myToys oder Jako-O zu schenken. Bitte schenkt keine Spielsachen oder Kleidung.</p>
<p>Julia braucht noch viel Ruhe um wieder zu Kräften zu kommen, deswegen möchte sie dieses Wochenende keinen Besuch haben. Wer will kann Sie auf dem Handy erreichen.</p>
<p>Nochmal herzlichen Dank für euere Unterstützung.</p>
<p>Liebe Grüße,</p>
<p>die Kerns: Johanna, Klara, Julia und Peter</p>
<div id="attachment_1183" class="wp-caption alignnone" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1183" title="Julia mit Johanna" src="http://www.nomagic.net/blog/wp-content/upload/IMGA0027.JPG" alt="Julia mit Johanna" width="480" height="329" /><p class="wp-caption-text">Julia mit Johanna</p></div>
<div id="attachment_1182" class="wp-caption alignnone" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1182" title="Johanna mit Schnuller und noch ohne Atemmaske" src="http://www.nomagic.net/blog/wp-content/upload/IMGA0030.JPG" alt="Johanna mit Schnuller und noch ohne Atemmaske" width="480" height="331" /><p class="wp-caption-text">Johanna mit Schnuller und noch ohne Atemmaske</p></div>
<p>Bitte entschuldigt die schlechte Bildqualität, aber ich habe vor Aufregung den richtigen Fotoapparat vergessen.</p>
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